
Warum wir unsere IP65-Heizgeräte im Dampfbad testen Wenn man einen Infrarotheizer in das Badezimmer stellt, bringt man ihn im Grunde genommen in eine „Kriegszone“. Zwischen dem dichten Dampf, der ständigen Kondensation sowie den unbedachten Spritzern wird das Gerät stark belastet. Auf der Verpackung finden Sie sicherlich die Angabe „IP65“. Das ist zwar der Industriestandard – doch die Wahrheit ist: Eine Dichtung, die anfangs perfekt funktioniert, kann bereits nach sechs Monaten versagen. Deshalb verlassen wir uns nicht einfach auf diese Angabe – stattdessen unterziehen wir jede Charge einem extremen Feuchtigkeits- und Temperaturtest. Der „versteckte Kampf“ innerhalb des Heizgeräts Feuchtigkeit ist sehr listig: Im feuchten Badezimmer bleibt sie nicht nur an der Außenseite – sie findet auch einen Weg ins Innere des Geräts. Denken Sie an die Hitze: Einen Moment lang ist der Heizer kalt – im nächsten Moment erreicht der Glühfaden schon Temperaturen von 500°C. Alle Materialien – Metall, Glas, Kautschuk – dehnen und ziehen sich dabei mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus. Falls die Dichtungen nicht richtig funktionieren, entstehen mikroskopisch kleine Lücken. Sobald etwas Feuchtigkeit durch diese Lücken dringt und die elektrischen Kontakte berührt, entstehen Rost oder Kurzschlüsse. Das ist sicherlich keine angenehme Situation zum Start des Tages. Wie wir die Heizgeräte tatsächlich testen Wir beschränken uns nicht darauf, die Geräte kurz mit einem Schlauch zu besprühen. Stattdessen lagern wir die Geräte in einer Kammer mit 85 % Luftfeuchtigkeit und erhöhen die Temperatur über Hunderte von Stunden hinweg. Wir suchen nach Anzeichen dafür, dass die Dichtungen allmählich ihre Form verlieren – wegen der Hitze und Feuchtigkeit. Außerdem überprüfen wir die Isolierung und stellen sicher, dass das Quarzglas keinen Millimeter verrutscht ist. Wenn eine Dichtung in unserem Labor versagt, würde sie auch in Ihrem Badezimmer versagen. Wir bevorzugen es, das Gerät hier zu zerstören, anstatt dass es bei Ihnen zu Hause kaputtgeht. Das richtige Gleichgewicht finden Hier kommt es auf das richtige Gleichgewicht an: Die Dichtung muss zwar luftdicht sein, damit Feuchtigkeit nicht eindringen kann – aber gleichzeitig muss sie auch genug Durchlässigkeit haben, damit die Verkabelung nicht schmilzt. Es handelt sich dabei um ein gewisses Gleichgewicht – doch das ist die einzige Möglichkeit, ein Heizgerät zu erhalten, das trocken bleibt, ohne von innen heraus zu verbrennen.